Das Nervensystem im Winter - 3 einfache Übungen zur Selbstregulation bei Stress und Kälte
- Nicole Arn
- 6. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
In den Wintermonaten in Davos ist unser Körper oft im „Überlebensmodus“. Die Kälte zieht die Gefäße zusammen, wir ziehen die Schultern hoch und das Nervensystem ist durch den Temperaturwechsel zwischen drinnen und draußen ständig gefordert.
Hier sind drei Ansätze aus Somatic Experiencing® und Shiatsu, die du sofort selbst anwenden kannst, um dein System zu beruhigen:
1. Orientierung: Den Raum einnehmen
Wenn wir gestresst sind, verengt sich unser Blickfeld. Das signalisiert dem Gehirn Gefahr.
Die Übung: Lasse deinen Blick ruhig durch den Raum wandern. Suche drei Objekte aus, die dir gefallen (z. B. ein Bild, eine Pflanze, ein Holzelement). Benenne diese leise.
Wirkung: Dies signalisiert deinem Nervensystem Sicherheit im Hier und Jetzt („Orientierung“).
2. Die „Nieren-Wärme“
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist der Winter die Zeit der Nieren-Energie. Kälte schwächt diese Ur-Kraft.
Die Übung: Reibe deine Handflächen fest aneinander, bis sie warm werden. Lege die warmen Hände dann auf deinen unteren Rücken, den Bereich der Nieren. Atme tief in die Wärme deiner Hände ein.
Wirkung: Das stärkt die Lebensenergie und hilft bei tiefer Erschöpfung und Kältegefühl.
3. Zentrierung durch Selbstberührung
Wenn alles „zu viel“ wird, verlieren wir den Kontakt zu unseren Grenzen.
Die Übung: Lege eine Hand auf deine Brust und die andere auf den Bauch. Spüre den Druck deiner Hände und die Atembewegung darunter.
Wirkung: Diese Begrenzung gibt dem Nervensystem einen Rahmen und hilft, bei sich selbst anzukommen.
Diese Übungen sind kleine erste Schritte. Wenn du merkst, dass die Anspannung tiefer sitzt, unterstütze ich dich gerne in der Praxis Körper Raum in Davos dabei, diese Muster nachhaltig zu lösen.

